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Pressemitteilung
 | 12.11.2025

Gemeinsamer Einsatz für eine starke Schiene

Berlin – Die mittelständische Bauwirtschaft steht bereit, gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG und der DB InfraGO AG das deutsche Schienennetz zu modernisieren und fit für die Zukunft zu machen. Das wurde bei der Jahrestagung des Arbeitskreises Bahn der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. (BVMB) in Berlin deutlich, zu der rund 280 Vertreterinnen und Vertreter der Bahnbaubranche aus ganz Deutschland zusammenkamen.
Konferenz im Hotel Ballroom mit Business-Teilnehmern, Podium und Präsentation.
© BVMB

Verband und Bahn im aktiven Dialog – mehr Qualifizierung und klare Entscheidungen

Berlin – Die mittelständische Bauwirtschaft steht bereit, gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG und der DB InfraGO AG das deutsche Schienennetz zu modernisieren und fit für die Zukunft zu machen. Das wurde bei der Jahrestagung des Arbeitskreises Bahn der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. (BVMB) in Berlin deutlich, zu der rund 280 Vertreterinnen und Vertreter der Bahnbaubranche aus ganz Deutschland zusammenkamen. Im Mittelpunkt der Tagung stand der aktive Dialog zwischen Bahn und Bauwirtschaft – mit dem Ziel, den Ausbau und die Sanierung der Schieneninfrastruktur schneller, effizienter und partnerschaftlicher voranzubringen.

Wir wollen gemeinsam Lösungen entwickeln

„Das sind bewegende Zeiten für die Bahnbaubranche“, erklärte BVMB-Präsident Martin Steinbrecher. „Die Unternehmen sind hochmotiviert und bringen jeden Tag enorme Leistung für die Mobilität in Deutschland. Wir wollen gemeinsam mit der Bahn Lösungen entwickeln, die praktikabel und zukunftsfähig sind.“ Steinbrecher bot der Bahn ausdrücklich eine aktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit an: „Die mittelständischen Bauunternehmen stehen bereit, ihr Know-how und Engagement einzubringen. Nutzen Sie das! Wir müssen die Zukunft der Schiene gemeinsam gestalten.“

Verbesserungsbedarf bei Ausschreibungen und Zahlungsprozessen

BVMB-Hauptgeschäftsführer Michael Gilka mahnte in Berlin an, dass die partnerschaftliche Zusammenarbeit auch auf verlässlichen Prozessen beruhen müsse. Vor allem die Ausschreibungsqualität bei der Deutschen Bahn bereite derzeit Probleme: „Wir beobachten zunehmend unvollständige oder fehlerhafte Ausschreibungsunterlagen, die zu Nachträgen, Verzögerungen und unnötigen Konflikten führen. Hier muss die Bahn dringend nachsteuern, um faire und wirtschaftliche Vergaben sicherzustellen.“

Auch die langen Prüf- und Zahlungsprozesse für Nachträge seien ein anhaltendes Problem. „Wenn Nachträge monatelang liegenbleiben, bringt das selbst solide Unternehmen in Schwierigkeiten“, warnte Gilka. Positiv bewertete die BVMB, dass die Bahn eine Vereinfachung des Abschlagszahlungsprozesses angekündigt hat. „Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, so Gilka. „Entscheidend wird aber sein, dass dieser Schritt jetzt auch zügig umgesetzt wird – und nicht in Abstimmungsschleifen hängen bleibt.“

BVMB fordert Qualifizierungsoffensive bei der Bahn

Besorgt zeigte sich die BVMB über die aktuelle Personalstruktur bei der DB InfraGO AG. Viele erfahrene Projektleiter seien in große Korridorsanierungen abgeordnet, während in laufenden Projekten häufig weniger erfahrene Ingenieurinnen und Ingenieure tätig seien. „Diese jungen Fachkräfte sind engagiert, werden aber oft mit zu komplexen Projekten allein gelassen“, erklärte Gilka.

Die BVMB forderte daher eine gezielte Qualifizierungsoffensive, um Wissen, Erfahrung und Qualität in der Projektabwicklung langfristig zu sichern. „Die Bauunternehmen sind bereit, die Bahn aktiv zu unterstützen – aber es braucht auf beiden Seiten die richtigen Strukturen und Kompetenzen“, betonte er.

Wieder Entscheider vor Ort statt endloser Abstimmungen

BVMB-Präsident Steinbrecher unterstrich abschließend, dass für mehr Tempo im Bahnbau auch klare Entscheidungswege nötig seien: „Wir brauchen wieder Entscheider vor Ort statt endloser Abstimmungen. Nur so bringen wir die PS auf die Schiene.“ Er warnte vor zu viel Bürokratie und forderte mehr Mut zu pragmatischen Lösungen und Eigenverantwortung bei der Projektumsetzung.

Die BVMB sieht in der Zusammenarbeit mit der Bahn großes Potenzial für die Zukunft der Schieneninfrastruktur in Deutschland.

„Die mittelständischen Unternehmen sind bereit, ihren Beitrag zu leisten“, so Steinbrecher. „Wenn Bahn und Bauwirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten, können wir das Ziel erreichen: mehr Tempo, mehr Qualität und mehr Verlässlichkeit beim Ausbau der Schiene.“

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